Der Winter steht vor der Tür und es ist an der Zeit, die Schneeketten aufzuziehen und Richtung Berge zu fahren. Gleichgültig, ob Ihnen der Sinn nach einem nervenkitzelnden Schneeabenteuer oder ein paar Tagen Entspannung steht, unser exklusiver Reiseführer bringt Sie zu einigen der ausgewähltesten Wintertummelplätze Europas. Von den eleganten Skiorten Gstaad und Zermatt bis hin zu den Designershops von Mailand und der atemberaubenden Landschaft rund um die italienischen Seen, diese maßgeschneiderte Broschüre soll dem modernen Reisenden einen frischen Einblick in die edelsten Orte geben, die es in diesem Winter zu besuchen gilt.

Genf ist das Tor zu den Alpen. Fahren Sie an der mit Bäumen gesäumten Südseite des Sees entlang – eine behutsame Einführung in das Grandeur und die stolzen Skihänge von Gstaad. Vorbei geht es an klaren, blauen Gewässern und hohen Felswänden bis nach Evian, wo sich die Mächtigen der Welt im nächsten Jahr zum G8-Gipfel treffen. Unterbrechen Sie Ihre Fahrt für ein Mittagessen auf der Terrasse des Royal Parc Evian und fahren Sie anschließend weiter zu den verlockenden Gipfeln der verschneiten Alpen. An Weinhängen, Schlössern, Fichtenwäldern und Skiliften vorbei geht es steil hinauf durch Berghänge voller Alpen-Chalets bis nach Gstaad, dem Blankenese unter den Skiorten. Während es in St. Moritz vor allem darum geht, gesehen zu werden, ist in Gstaad eher Diskretion angesagt, obgleich auch zurückhaltendere Promis sich oftmals im Nightclub des märchenhaften Gstaad Palace Hotel sehen lassen, wo sich Prinzen, Models und Filmstars die Hand geben.

Gstaad ist der Inbegriff des untertriebenen Schick – mit Hundeschlittenfahrten und Skilauf im Mondschein. Das Nahe gelegene Rougement ist in seiner Atomsphäre angenehm ruhig und entspannt. Diese Gefühl wird auch durch das Zitat der Museumswand von Saanen unterstützt, die den Geiger Yehudi Menuhin zitiert: „Die Suche und der Weg, den wir nehmen, sind wichtiger, als etwas zu finden.“ Von diesen Worten geleitet geht die Reise weiter durchs Saanenland, wo Sie sich in Château d’Oex mit dem Heißluftballon in die Lüfte schwingen können, ganz im Stil von Bertrand Piccard, der von hier aus als erster die Welt in einem Heißluftballon umrundete. Lassen Sie sich durch die eisigen Lüfte tragen, während sich unter Ihnen ein weißer Teppich voller skilaufender Ameisen ausbreitet. Wenn Sie wieder festen Boden unter den Füßen haben, schlängelt sich der interessanteste Weg weiter in Richtung Süden nach Martigny und dem beeindruckendsten Skulpturenpark, den die Schweiz zu bieten hat. Eingeschmiegt in ein Tal voller Fichten liegt hier die Fondation Gianadda, voll mit Schätzen von Brancusi, Calder, Moore, Rodin und dem eher zeitgenössischen George Segal. Weiter geht es auf der Autobahn nach Visp in die Alpen nach Tasch, von wo Sie den Skizug zum autofreien Zermatt und dem herrlich charakteristischen Matterhorn nehmen können.

 
 


• Hameau Albert 1er Hotel, Chamonix

BP55-119 Impasse du Montenvers, 74402 Chamonix Mont-Blanc, tel: +33 450 53 05 09

Chalets aus dunklem Holz beherbergen elegante, moderne Zimmer mit traditionellem Komfort. Italienische Designerstühle ergänzen weiße Federbetten und die Teakholzliegestühle auf der Terrasse sind mit Wolldecken drapiert. Stereoanlagen, Fernsehgeräte und Badezimmer sind im zeitgenössischen Stil gehalten, die Wohnzimmer verführerisch gemütlich mit weichen Sesseln, prasselnden Kaminfeuern und aufmerksamem Barpersonal. Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant Albert 1er untersteht der Leitung kulinarischer Zauberkünstler, deren Gnocchi mit weißen Alba-Trüffeln eine Speise für die Götter sind. Das Schwimmbad besitzt einen offenen Kamin und ein Innen-/Außenbecken, wobei eine Glaswand das warme Innenbecken von der kalten Außenluft mit Blick auf den Mont Blanc trennt. Die größeren Apartment-Chalets sind aufs Modernste ausgestattet, mit Bang-&-Olufsen-Fernsehgeräten, Felldecken, Le-Corbusier-Sofas, modernen Cassina-Kaminen und Sesseln von Gaettano Pesce.



• Le Lodge Park, Megève

100 Rue d'Arly, 74120 Megève, tel: +33 450 93 05 03

Das schickste Hotel in den französischen Alpen liegt mitten im Herzen von Megève. Die Chalet-Bar wird von einem afrikanischen Thema durchzogen, so als wenn "Ralph Lauren" "Dr. Livingstone" begegnen würde. Hier findet man Stühle im Leoparden-Look mit Geweihlehne, Tische aus Baumstämmen, Sofas in Rhinozerosfarbe, unbehandelte Birke, Tiertrophäen und Steinkamine. Design und Ambiente des Hotels sind ein Anziehungspunkt für die in Prada gekleidete Schickeria. Die Schlafzimmer sind gemütlich mit rotgrün karierten oder schmeichelhaften, grauroten Ralph-Lauren-Wollstoffen dekoriert. Einige besitzen Kamine und herrlich skurrile Möbel, die von den Hotelgurus Jean-Louis und Jocelyn Sibuet entweder selbst entworfen oder ausgesucht wurden. Ein kleines Wellness-Bad, Skishop und ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant machen das Anwesen perfekt.




• Les Fermes de Marie, Megève

163 Chemin de Riante Colline, 74120 Megève, tel: +33 450 93 03 10

Les Fermes, eines der ersten Projekte von Jean-Louis und Jocelyn Sibuet, besteht aus acht Chalets, die aus dem wiederverwerteten Holz ehemaliger Bauernhöfe errichtet wurden. Die Gebäude sind liebevoll im Stil rustikaler Chalets eingerichtet und bieten viel Komfort. Jedes Zimmer wirkt wie ein individuelles Blockhaus und ist mit allen modernen Annehmlichkeiten ausgestattet. Fenster mit karierten Vorhängen, gemütliche, mit Kissen überstreute Ruhebetten, Ledersessel und Fernseher verleihen ein eindeutig heimisches Gefühl. Die gemeinschaftlich genutzten, großzügigen Räume sind mit Kaminen und Sesseln ausgestattet, ferner stehen drei Restaurants zur Auswahl – Gastronomie, Rotisserie oder Käse – in denen individuell gestaltete Töpferwaren und Provence-Weine eigener Marke angeboten werden. Krönung des Ganzen ist das Spa mit beheiztem Innenbad, Außen-Jacuzzi, Wellnessbereich im Zen-Stil und köstlich duftenden Edelweiß- und Kräuterprodukten, die in einer Vielzahl kosmetischer Anwendungen und Massagen zum Einsatz kommen.


• Hotel d’Angleterre, Geneva

Quai du Mont-Blanc 17, 1201 Genf, tel: +41 22 906 55 55

Dieses am Seeufer gelegene besondere Hotel verströmt eine Menge Charme. Aufenthaltsräume und Restaurants sind im Stil eines eleganten, privaten Clubs gehalten, die Bibliothek mit einem Kamin und Dekostoffen voller Tiermotive ausgestattet, die Schlafzimmer – mit Nina Campbell Stoffen, klassischen Antiquitäten und Penhaligon-Toilettenartikeln – erinnern an ein englisches Landhaus (lediglich die Plasmafernseher deuten auf die Neuzeit hin). Die Suiten haben Seeblick. Der Service ist traditionell ehrerbietig und effizient.





• Royal Parc Evian, Evian-les-Bains

BP8-74501 Evian-Les-Bains, tel +33 450 26 85 00

Die mit Fresken ausgestatteten Salons in Wedgwood-Blau und die eleganten Zimmer mit Antiquitäten aus der Belle Époque und DVD haben bereits Würdenträger und Prominente von Henry Kissinger bis Kylie Minogue beherbergt. Im berühmten Thermalbad von Evian sind La-Prairie-Behandlungen, Hydrotherapie und Behandlung von Shiatsu bis koreanischer Massage erhältlich, wobei den Wassern nachgesagt wird, dass sie Nierenleiden heilen. Eine vom Küchenchef des Royal Parc erfundene, kalorienarme „synergetische Küche“ wird im separaten Restaurant Jardin de Lys serviert. Schlemmer kommen ebenfalls auf ihre Kosten, und zwar in dem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Le Café Royal. Golfliebhaber werden sich auf dem 18-Loch-Golfplatz (Par 72) wie Profis fühlen, auf dem einmal im Jahr das Evian Masters Tournament abgehalten wird.






• Palace Hotel, Gstaad

CH-3780 Gstaad, tel: +41 33 748 50 00

In diesem hoch über Gstaad gelegenen exklusiven Palast sind bereits Musiklegenden wie Louis Armstrong und Ella Fitzgerald abgestiegen. Heute zieht es Promis wie Elle MacPherson und Robbie Williams zum GreenGo Nightclub. Die Penthouse-Suiten bieten Plasmafernseher, Außen-Jacuzzi und einen privaten Butler. Die Doppelzimmer sind im Alpenstil mit einer zeitgenössischen Note ausgestattet. Zur weiteren Abwechslung gibt es das Spa, in dem „Beautymed“-Behandlungen mit La-Prairie-Produkten angeboten werden. Außerdem werden, Massagen, Squash und ein Innen-Pool, der am Abend zu einer Tanzfläche umfunktioniert wird zur Verfügung gestellt. Für das nötige Kleingeld ist alles möglich: ein Kunde hat für eine Veranstaltung seinen Ferrari mit dem Hubschrauber auf die Plattform des Swimmingpools heben lassen.




• Coeur des Alpes, Zermatt

CH-3920 Zermatt, tel: +41 27 966 40 80

Das vom Designer/Architekten Heinz Julen entworfene exquisite Hotel ist wohl das frechste unter den Alpenhotels. Zeitgenössische Kronleuchter aus glitzernden Badezimmerarmaturen verzieren den Marmoreingang. In der Lounge schweben eingebaute Sofas auf Glasfliesen über dem Swimmingpool. In der Mitte türmt sich ein dem neuesten Stand der Technik entsprechender Kamin auf. Von den Panoramafenstern und Terrassen genießt man einen endlosen Ausblick auf das Matterhorn. Die Zimmer sind klein, aber perfekt, mit Balkons und in den Raum ingetrierte Badezimmer, welche von Philippe Starck entworfenen wurden. Die Suiten enthalten reinweiße Betten mit Blick aufs Matterhorn, Wohnzimmer mit modernem Designermobiliar und von Heinz Julen entworfene Kamine aus Chrom und Glas. Zum großen Angebot des Wellnessbads gehört auch ein Kneippbecken.

 

• Hotel Monte Rosa, Zermatt

CH-3920 Zermatt, tel: +41 27 966 03 33

Was ihm an designerischem Ansehen fehlt, wird durch das geschichtliche Interesse und die Gemütlichkeit des Hotels mehr als aufgewogen. Das Monte Rosa war das erste Hotel in Zermatt und reicht zurück in die Zeit, als die weltweit angesehensten Bergsteiger versuchten, das Matterhorn zu bezwingen. Der erste Mann, dem dieses gelang – der Engländer Edward Whymper – ist hier mehrere Male abgestiegen, was die Schwarzweißfotos im eleganten Whymper Salon bezeugen. Die Schlafzimmer sind sehr traditionell, mit Holzmöbeln und bestickten Tagesdecken, einige Zimmer haben Balkons mit Blick aufs Matterhorn.
 
 

• Le Pallas, Megève

96 route Edmond de Rothschild, 74120 Megève, tel: +33 450 91 82 70

Mit seiner ausgefallenen Speisekarte und Inneneinrichtung, viel Farbe und lebhafter Musik, zieht Le Pallas alles an, was „cool“ und „in“ ist. Die Speisen sind international und hervorragend: Der Lammrücken auf Spinatbett und Zucchini ist leicht, lecker und genau das Richtige nach einer Woche schwerer Fondues und Raclettes. Dieses Restaurant-inkl.-Bar-inkl.-Club ist im Winter sehr begehrt; rechtzeitige Reservierung wird empfohlen.
 

• Café des Bains, Genf

Rue des Bains 22, CH-1205 Genf, tel: +41 22 321 57 98

Direkt westlich vom Park Plaine de Plainpalais liegt das Künstlerviertel von Genf, wo die angesagtesten Bars, Restaurants, Kunstgalerien und Clubs auf die Besucher warten. Das Café des Bains, direkt gegenüber dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, bietet köstliche, moderne Mittelmeerküche für die besser betuchten unter den Genfer Künstlern, Filmemachern und Galeriebesitzern, die hierher strömen, um sich inmitten klarer Linien, Designer-Elemente und wechselnder Kunstobjekte von der freundlichen Bedienung und dem hervorragenden Essen verwöhnen zu lassen.




• L’Auberge du Cheval Blanc, Rougemont

1838 Rougemont, Die Schweiz, tel: +41 26 925 81 09

Kenner von St. Moritz strömen hierher wegen der entspannten Atmosphäre, angenehmen Hintergrundmusik und vor allem der Spezialität des Hauses – saftiges, delikates, in Salz gebackenes Hähnchen. Die Privatgemächer im Obergeschoss verbreiten eine marokkanische Atmosphäre und bieten Raum für Partys von bis zu 20 Personen. Prinz Albert und Valentino gehören zu denen, die sich den modernen Mittelmeergerichten des Hotels schon des öfteren hingegeben haben.




• Sonnenhof Restaurant, Saanen-Gstaad

3792 Saanen-Gstaad, tel: +41 33 744 10 23

Ein helles, elegantes Chalet-Restaurant in den Bergen oberhalb von Saanen, mit weißen Leinenservietten, modernen Skulpturen und Blick auf verschneite Fichten. Zu den kulinarischen Köstlichkeiten gehört u. a. das Filet vom Simmentaler Rind mit würzigem Stroganoff oder Ravioli mit Foie gras, abgerundet mit Quarkstrudel und exotischen Früchten. Küchenchef Eric Baumer vertritt die Ansicht, dass das Essen genauso gut aussehen sollte, wie es schmeckt, und präsentiert seine Speisen auf exquisite Weise.

 


• Moods, Zermatt

CH 3920 Zermatt, tel: +41 27 967 84 84

Die Kreation von Heinz Julen mit skurrilen Details der Hotelleitung vermischt, haben das Hotel Post zu einer Institution bei der Zermatter Hautevolee gemacht. Nach der Begrüßung durch einen aufgehängten riesigen Elefanten und Jachtzubehör können Sie sich zu den zumeist in den Dreißigern befindlichen Gästen gesellen, die sich zu einem Après-Ski-Geplänkel um einen von Julen entworfenen Kamin unter Kronleuchtern in der Bar tummeln. Moderne Kunst und Ledersessel im Sweeney-Todd-Stil verzieren das Restaurant, in dem vorzügliche Gerichte wie Kalbfleisch in Schwarztrüffelsoße in einer zeitgenössischen Chalet-Umgebung serviert werden. Die Bedienung ist freundlich und so gut, dass man kaum mitbekommt, was um einen herum passiert.

 

• Le Village, Genf

Place des Eaux-Vives 9, CH-1207 Genf, Tel: +41 22 700 70 70

Wem die besondere Einrichtung und Bettwäsche in den Sibuet-Chalets in Megève zusagt, der wird mit Freuden feststellen, dass das Le Village der Hauptlieferant für diese Kostbarkeiten ist. Das elegante Imperium stellt eine Vielzahl von Waren zur Schau, vom Chalet-Stil bis hin zum Schweizer Retro-Look. Stühle aus Leopardenhaut mit Geweihrücken wie die im Lodge Park kosten CHF 3.000 das Stück (ca. €2.050). Für wesentlich weniger können Sie Kerzen, alpine Holzmöbel, Tagesdecken, Wandtrophäen und Original-Kuhglocken mit Lederband erwerben. Weitere Spezialitäten sind Gegenstände im Baushaus-Stil aus den 20ern und wie neu aussehende schweizerische Designmöbel aus den 60ern.
 


• Patek Philippe Museum, Genf

Rue des Vieux-Grenadiers 7, CH-1205 Genf, tel: +41 22 807 09 10

Schweizer Uhren werden seit Jahrhundert für ihre Präzision gerühmt, allen voran jedoch Patek Philippe, ein Riese unter den Uhrenherstellern und Sammlern ausgefallener Uhrmacherkunst. Liebhaber eleganter Zeitmesser werden ihre Freude an dieser Uhrensammlung haben, die vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Glasvitrinen zeigen glitzernde Juwelen im Miniaturformat in Form von Hüten, Geigen, Eiern und doppelläufigen Flinten. Ebenfalls vertreten Uhren von Napoleon, Tschaikowsky und Einstein, die kompliziertesten Uhren der Welt und einige „Skelett-Uhren“.

 


• Espace Rousseau, Genf

Grande Rue 40, CH-1211 Genf, tel: +41 22 310 10 28

Das Espace Rousseau ist ein Juwel von einem Museum, ein winziger Raum, der dem Leben des bedeutenden europäischen Philosophen, Schriftsteller und Intellektuellen gewidmet ist, der hier in Genf geboren wurde. Die utopischen Überzeugungen von der Gleichheit der Menschen und der Korruption der Erziehung waren höchst umstritten und führten in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu einer Verdammung der Massen. Verbringen Sie eine lohnende halbe Stunde in Rousseaus Geburtshaus, wo Sie über Audioführer (auf Englisch) und Schrifttafeln Informationen zu seinen idealistischen Theorien und deren Einfluss auf berühmte Persönlichkeiten wie Tolstoi, Byron und Goethe erhalten.

 


• Fondation Pierre Gianadda, Martigny

59 Rue du Forum, 1920 Martigny, tel: +41 27 722 39 78

Eingeschmiegt in ein Fichtental zwischen schneeüberzogenen Bergen liegt die Fondation Gianadda, eine Sammlung voller Skulpturen berühmter Künstler aus dem 20. Jahrhundert, geschmackvoll angeordnet im Park und zwischen den Springbrunnen. Über den Museumsgarten verstreut findet man Werke von Brancusi, Cesar, Moore, Calder, George Segal und Elisheva Engel. Im Hauptgebäude – ein modernistischer Betonbunker, der um die Überreste eines gallisch-römischen Tempels errichtet wurde – konnte man schon Ausstellungen von Kahlo, Picasso, Botero, Kandinsky und kürzlich von Berthe Morisot besuchen. Im Untergeschoss findet sich das exquisiteste Oldtimer-Museum der Schweiz, mit einem alten Ford T, einem Alfa Romeo aus den 30er-Jahren, einem Benz von 1897 und rund 50 funktionstüchtigen Oldtimern.



 

• Aiguille du Midi

Paragliding/Gletscherski
Haut Vol Parascending School, 14 place de Chamonix Sud, 74400 Chamonix Mont-Blanc, Tel: +33 450 53 98 01


Man leidet besser nicht an Höhenangst, wenn man sich mit der Drahtseilbahn in erregende 3.842m Höhe zum Aiguille du Midi begibt, einem beängstigend steilen Gipfel mit Aussicht auf den Col du Midi, den Valle-Blanche- Gletscher und die umliegenden eisigen Gipfel. Ganz Verrückte können sich in Begleitung eines „Piloten“ für €200 pro Person mit einem Paraglider vom Aiguille du Midi stürzen. Sehr erfahrene Skiläufer können gemeinsam mit einem Führer den 12km langen Gletscher hinunterfahren.
 


• La SIP, Genf

La SIP, rue des Vieux Grenadiers 8-10, Genf

Gallery Edward Mitterand, 52 rue des Bains, CH-1205 Genf,
tel: +41 22 800 27 27


Das modische La SIP (engl. Abkürzung für „Soul Influenced Product“) ist ein riesiger, in einer stillgelegten Fabrik untergebrachter Nightclub, der häufig wiedereröffnet und genauso häufig seine Einrichtung und Kunstgegenstände wechselt. Jeden Monat gibt es hier eine neue, innovative Themenausstellung, und zwar mit Unterstützung des einheimischen Galeriebesitzers Edward Mitterand (ja, es besteht eine verwandtschaftliche Beziehung). Originalgemälde, Fotos und Performance-Künstler vermischen sich hier mit Retro-Dekor, Darbietungen japanischer Horror- und Science-Fiction-Filme aus den 50er-Jahren und führenden DJs. Eigentümer Gregory Ahr hat das La SIP ganz ohne Zweifel zu Genfs zugkräftigsten Nightclub für die 25-40-Jährigen gemacht hat. An Musik gibt es alles – von Kylie bis James Brown. Der Eintritt ist frei, aber nur wer ausreichend „cool aussieht“, wird hereingelassen – Anzüge ziehen hier nicht.

 

• Heißluftballonfahrten, Château d’Oex

Sky Event, PO Box 68, 1837 Château d'Oex, Tel: +41 26 924 25 20; Informationen und Reservierungen über Château d'Oex Tourisme, CH-1660, Château d'Oex, Tel: +41 26 924 25 25

Seit dem 1. März 1999, als Bertrand Piccard und Brian Jones in Château d'Oex die erste erfolgreiche Nonstop-Weltumrundung im Heißluftballon starteten (19 Tage, 21 Stunden, 55 Minuten) tummeln sich hier die Ballonliebhaber in den Lüften. Steigen Sie auf 3.000 Meter Höhe in Richtung der schneebedeckten Alpen und schweben Sie während der eineinhalbstündigen Fahrt über friedliche, weiße Hänge. Die Fahrten finden ganzjährig statt (sofern das Wetter mitspielt). Bei klarem Wetter kann man den Mont Blanc sehen. Wer lieber festen Boden unter den Füßen behält, sollte dem Château d’Oex Ende Januar einen Besuch abstatten, wenn anlässlich der Internationalen Heißluftballonwoche Hunderte von Ballons den Himmel schmücken.


• Gletscher Express

Rhätische Bahn, Reto Rostetter, Bahnhofstrasse 25, CH-7002 Chur, tel: +41 812 886 100

Diese atemberaubende, siebeneinhalb Stunden währende Fahrt über das Dach von Europa – genauer zwischen Zermatt und St. Moritz – ist eine der weltweit spektakulärsten Zugfahrten. Die sich durch sieben Täler, 91 Tunnel und über 291 Brücken dahinschlängelnde Bahn führt die Reisenden vorbei an scharfen Felswänden eines weißen Grand Canyon und hin zu den höchsten Punkten zwischen dem Matterhorn und Piz Bernina. Im Philippe-Starck-Wagen können Design-Liebhaber auf Corbusier-Sofas ihren Cappuccino schlürfen oder Champagner an Bord des Alpine Classic Pullmann im Art-Deco-Look – dem Schweizer Gegenstück zum Orient Express zu sich nehmen.
Die Verbindungen von St. Moritz nach Davos, Klosters, Arosa und Chur bieten kürzere Ssrecken an. Der Starck-Wagen und der Alpine Classic Pullman sind Spezialwagen, die gebucht und an die regulären Züge angehängt werden können. Der Starck-Wagen ist ein 14 Sitze umfassender Wagen mit einzigartiger Inneneinrichtung. Der Alpine Classic Pullman Express ist ein Spezialzug mit bis zu 4 Wagen im 30er-Stil – eine Schmalspurversion des Orient Express mit Raum für maximal 130 Passagiere.

 


• Heli-skiing, Zermatt

Air Zermatt, Spiss CH-3920 Zermatt, Tel: +41 27 966 86 86
Heli-Skiing, Eisklettern, Off-Piste und Skitouren mit Bergführern sind auch erhältlich beim Zermatt Alpin Center, Postfach 403, CH-3920 Zermatt, Tel: +41 27 966 24 60

Zermatt bietet jede nur erdenkliche Art des Ski- und Snowboardsports. Nichts geht jedoch über eine Abfahrt auf jungfräulichen, fernab gelegenen Hängen, weit weg von der Seilbahn und Menschenmassen. Zermatt besitzt fünf Landeplätze für Heli-Skiing. Dass Sie ein erfahrener Skiläufer sein sollten, versteht sich von selbst. Für CHF 195 (ca. €135) können Sie sich auf einem 20-minütigen Flug mit insgesamt vier Personen zu Hängen bringen lassen, die nur per Hubschrauber erreichbar sind und auf denen der Schnee absolut rein und unberührt ist. Nicht-Skiläufer können einfach nur einen Flug buchen und die atemberaubende Aussicht beim Flug um das Matterhorn genießen.